Referenz Detektions- & Leitsystem Nr. 53'434
Um den Platz am Zürcher Bahnhof Stadelhofen vom Wildparkieren zu befreien, leitet das SmartVeloParking System Radfahrende mittels optischer Sensoren und Echtzeitdisplays effizient zu freien Plätzen in der neuen Velostation im Haus zum Falken. Dies reduziert die Suchzeit, optimiert die Auslastung der Anlage und liefert der Stadt wertvolle Nutzungsdaten für eine smarte Verkehrsplanung.
Herausforderung
Lange prägten hunderte auf dem oberirdischen Platz abgestellte Velos das Bild am Bahnhof Stadelhofen, was den Fussgängerverkehr behinderte und die Aufenthaltsqualität minderte. Die Lösung der Stadt Zürich war der Bau einer neuen, grosszügigen Velostation in den Untergeschossen des neuen Hauses zum Falken. Die zentrale Herausforderung dabei: Wie bringt man die Nutzenden dazu, den gewohnten Platz zu verlassen und die neue Anlage in den Untergeschossen schnell und stressfrei zu akzeptieren? Ohne ein klares Leitsystem bestand die Gefahr, dass die unterirdischen Plätze als zu mühsam empfunden und die Velos weiterhin im Aussenbereich abgestellt werden.
Lösung
Die Herausforderung wurde durch die Implementierung des SmartVeloParking Systems gelöst, welches die Verfügbarkeit von freien Plätzen in klare digitale Informationen übersetzt. Kern der technischen Lösung sind hochpräzise optische Sensoren, wobei insgesamt 40 Indoor-Kameras installiert wurden, die im Durchschnitt jeweils 20 Veloparkplätze erfassen. Die Navigation erfolgt über ein abgestuftes System von Anzeigen: Ein grosses LED-Display am Eingang der Velostation informiert bereits vor dem Betreten über die Kapazitäten, während im ersten und zweiten Untergeschoss dreizeilige Displays die Nutzenden gezielt in die freien Bereiche führen. Die Velostationsbetreiberin kann Dank der cloudbasierten Software die Auslastung sowie Parkdauer überwachen. Dies erfolgt in Echtzeit und ermöglicht deshalb eine effektive Verwaltung der Station.
Ergebnis
Durch das Leitsystem wird die Suchzeit der Velofahrenden stark verkürzt. Da die Nutzenden gezielt zu freien Veloplätzen geführt werden, wird die effektive Auslastung der vorhandenen Velostation maximiert. Die Anlage wirkt insgesamt aufgeräumter und sicherer, da Wege seltener durch wild parkierte Velos blockiert werden. Für die Stadt Zürich als Betreiberin resultiert dies in einer messbaren Entlastung des Personals und einer objektiven Datengrundlage für zukünftige Verkehrsplanungen. Für die Betreibenden der Velostation ist die Instandhaltung wesentlich einfacher geworden, da mittels der digitalen Software die Bewirtschaftung und Verwaltung effizienter wie auch effektiver geworden ist.
Highlight
Eine Besonderheit dieses Projekts ist die hohe Effizienz der Detektion, bei der eine einzige Kamera eine grosse Anzahl von Stellplätzen gleichzeitig überwacht. Die Montage erfolgte an bestehenden Elektrotrasses oder der Decke, wobei die Displays gependelt montiert wurden, um eine optimale Sichtbarkeit in den Untergeschossen zu gewährleisten. Durch die kontinuierliche Belegungserfassung erhält das Tiefbauamt zudem eine präzise Entscheidungsgrundlage für Budgetgespräche und Investitionen, da Auslastungsspitzen und wenig benutzte Bereiche transparent dargestellt werden.